• t.r.

5 scheinheilige Beauty-Mythen

Aktualisiert: Feb 11



Wir alle kennen sie und haben sie irgendwie irgendwo schonmal gehört – die sagenumwobenen Beautymythen. Ausprobiert hat sie meist keiner, denn hier gilt: Das weiß man doch!


Aber stimmt es wirklich, dass unser Lieblingslippenpflegestift uns zum Beispiel in die Abhängigkeit treibt? Was steckt hinter den angeblichen Wahrheiten?



Rasieren verstärkt den Haarwuchs


Nach wie vor hartnäckig hält sich das Gerücht, wer seine Beine rasiert, kurbelt den Haarwuchs nur noch mehr an. Eigentlich wollen wir nur unsere hellen feinen Härchen entfernen und ernten dickeren und dunkleren Haarwuchs. Je öfter man rasiert, umso schlimmer wird es…


Das ist völliger Quatsch! Sollte man meinen, dass genug Frauen sich die Beine rasieren, um dieses Gerücht wiederlegen zu können, hört man es trotzdem immer wieder. Und manchmal sogar einige wenige Damen, die schwören, dass bei ihnen der Bärenfellfall tatsächlich eingetreten ist.

Fakt ist, das weder das Haarwachstum noch die Haarstruktur durch das Rasieren verändert werden. Wissenschaftlich belegt wurde dies erstmals 1928, ankommen will das Ergebnis bei uns aber nicht so richtig. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir ein stoppeliges Bein wesentlich störender empfinden als einen weich anliegenden Flaum um die Wade.


Kalter Kaffee macht schön


Ob Coffee on Ice oder Cold-Brew – nicht verschafft unsere Schönheit mehr Kick als ein eiskalter Kaffeegenuss. Was eher nach einem praktischen Gerücht großer Kaffeeketten klingt, um das Sommergeschäft anzukurbeln, stammt tatsächlich aus der Barockzeit.


Damaliges Make-Up wie Lippenstifte auf Wachsbasis waren dem heißen Getränk einfach nicht gewachsen. Wer seinen sorgfältig blass gepuderten Teint mit leuchtenden Lippen über den Tag behalten wollte, verzichtete daher lieber auf Heißgetränke. Ganz ohne Kaffee war aber auch keine Lösung, weshalb die damalige Dame von Welt einfach kalten Kaffee zum In-Getränk kürte.


Heutzutage brauchen wir uns dank 24-Stunden-Haltbarkeitsformeln keine Gedanken mehr um die Temperatur unseres Kaffees machen. Der Lippenstift hält auch bei einem frisch aufgebrühten Espresso wie eine Eins. Kein Mythos ist allerdings, dass Kaffee an sich schönheitstechnisch einiges leisten kann: Eine Tasse am Morgen regt die Fettverbrennung an und die beim Aufbrühen freigesetzten Antioxidantien fangen schädliche freie Radikale ab und verzögern die Hautalterung. Somit: Hoch die Tassen!


Lippenpflege macht süchtig


Wir alle haben ihn immer dabei: unseren Lieblingslippenpflegestift. Zwischendurch sorgt er mehrmals am Tag für einen samtweichen Kussmund – man weiß ja nie. Allerdings soll das tägliche Verwenden einer Pflege unsere Lippen geradezu abhängig von der andauernden Fettversorgung machen. Einmal unterbrochen werden unsere Lippen spröde und trocknen aus.


Auch das ist nur ein Gerücht. Erklären lässt sich dies ganz einfach: Während andere Partien unserer Haut mittels Rezeptoren die Fettversorgung regeln und Signal geben, sollte entweder genug vorhanden sein oder eben mehr gebraucht werden, besitzen unsere Lippen diese Melder nicht. Unsere Lippen können ihre eigene Produktion von Hautfett nicht steuern. Wer allerdings generell zu trockenen Lippen neigt, dem wird natürlich die tägliche Pflegeroutine der Lippen merklich fehlen.


Sonne hilft gegen Akne


Bei schlechter Haut nicht verzagen sondern die Sonne fragen. Häufiger Tipp gerade bei starken Unreinheiten: Nachmittags schön in die Sonne legen oder bei schlechtem Wetter auch auf das Solarium ausweichen. Denn sie hilft hervorragend gegen Pickel und lässt diese im Handumdrehen verschwinden. Dazu auch gerne noch der Supergeheimtipp: Wenn möglich ohne Sonnenschutz, weil dieser fettet und die Sonnenstrahlen ja auch filtert.


Das stimmt nur bedingt: Zwar ist es richtig, das UV-Licht die Talgproduktion der Haut hemmt und auch eine leicht entzündungshemmende Wirkung hat. Das ist allerdings nur ein kurzfristiger Effekt. Denn: UV-Licht führt dazu, dass unsere Haut sich minimal verdickt und je dicker die Haut, desto stärker kehren die Pickel zurück.


Was natürlich fatal falsch ist, ist der Verzicht auf Sonnenschutz! Wir können seitenlang ausführen, warum gerade Sonnencreme der beste Freund unserer Haut ist. Wichtig ist aber hier: Er verhindert die Verdickung der Haut und es gibt mittlerweile tolle Cremes, die extra für unreine Haut konzipiert sind und auch keinen unangenehmen Fettfilm hinterlassen.


Nagellack hindert die Nägel am Atmen


Die Wahrheit ist hier eindeutig, denn Nägel bestehen aus Horn, also leblosen Zellen, und sind somit nicht im Stande zu atmen – egal ob mit oder ohne Nagellack. Vielmehr kann eine dünne Schicht Nagellack die Nägel sogar vor äußeren Einflüssen schützen. Dennoch kommt es vor allem auf die Inhaltsstoffe der Produkte an: Sie können auch gesundheits- und nagelschädigende Weichmacher und bedenkliche UV-Filter enthalten.


Und was für die Nägel tatsächlich Stress bedeutet, ist mehr das Entfernen des Lackes mit aggressiven Nagellackentfernern. Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Nagelprodukte, die ohne Schadstoffe, wie z.B. das allseits bekannte Aceton, auskommen und teilweise sogar vegan sind.

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